S&D JR 7F 2-8-0 Lokomotive Das Design für die 7F entstand, da Somerset and Dorset eine leistungsstarke Güterlok mit möglichst geringem Achsdruck benötigte. Die erste Lok, die die Nummer 80 trug, traf im März 1914 in Bath ein und wurde sofort einer Reihe von Testfahrten mit schweren Kohlezügen auf der Strecke nach Evercreech unterzogen. Diese Testfahrten erwiesen sich als äußerst erfolgreich, so dass der ersten Lok bereits innerhalb der folgenden Monate die Loks mit den Nummern 81 bis 85 folgten. Die SDJR-2-8-0-Kohlelok wurde in zwei Baureihen hergestellt. Die erste, aus 6 Loks bestehende Serie wurde ab 1913 nach einem Entwurf von Henry Fowler in Derby gebaut. Diese Loks waren die ersten von SDJR, die über Zylinder an der Außenseite sowie eine Heusingersteuerung verfügten (bei der die Zylinder winkelförmig angeordnet sind, so dass sie die Bahnsteigkante nicht berühren). Mit ihrer Länge von 18,32 Meter war sie länger als die Drehschreiben auf der Strecke.In der Folge wurden die Tender (die normalerweise nur zum Kohle- und Wassertransport dienen) mit einem Führerstand ausgestattet, wodurch der Betrieb erleichtert wurde. Die Bereitstellung jeder einzelnen Lok kostete gerade einmal £3.500, also nur ein Viertel der in jener Zeit üblichen Kosten für eine Lok! Dies waren die leistungsstärksten Loks ihrer Art im Land, die dazu entwickelt wurden, die steilen Anstiege sowie die engen Kurven bei Bath zu bewältigen. Nachdem sie in Betrieb genommen worden waren, wurden die Loks mehrfach umgebaut, so dass sie effizienter eingesetzt werden konnten. Im Zuge dieser Umbauten wurde bis zum Jahr 1924 auch der Tender-Führerstand entfernt. Diese Loks erwiesen sich als unbezahlbar. Sie verbrauchten relativ wenig Brennstoff und waren sehr zuverlässig. Sie konnten sowohl auf der Hauptstrecke als auch auf Nebenstrecken eingesetzt werden und kamen im Güter- und auch im Personenverkehr zum Einsatz. Der Bestand wurde im Jahr 1925 um weitere fünf Loks ergänzt, die dieses Mal zu einem Preis von £6.570 pro Stück von Robert Stevenson & Co Ltd hergestellt wurden. Diese Loks wurden standardmäßig mit den an der ersten Serie vorgenommenen Verbesserungen ausgestattet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Loks als Hilfslokomotiven auf der Somerset and Dorset-Linie eingesetzt (als Unterstützung für andere Loks, wenn Züge durch schwieriges oder neues Gelände gezogen werden mussten). Da der Personenverkehr sich jedoch immer stärker auf Kraftfahrzeuge verlagerte, wurden die Loks zwischen 1959 und 1964 außer Betrieb genommen.
Technische Daten |