Bath-Templecombe Strecke Die Eisenbahngesellschaft Somerset and Dorset Joint Railway (SDJR) entstand im Jahr 1862. Es wurde allgemein erwartet, dass diese Landverbindung zwischen dem Bristolkanal und dem Ärmelkanal erheblichen Verkehr anziehen würde. Dies trat jedoch nicht ein, weswegen das Unternehmen beschloss, einen Anschluss von der Abzweigstelle Evercreech nordwärts bis nach Bath zu bauen, der dort auf die Midland Railway stieß. Dieser Anschluss musste über die Mendip Hills verlaufen, da die Finanzen nicht für einen Tunnel durch die Berge reichten. Dies stellte aus Sicht der Ingenieure ein immenses Problem dar. Dennoch wurde die Strecke fertiggestellt und verlief nun in einem Bogen durch die Kohlefelder von Somerset, wodurch zusätzlicher Verkehr gewährleistet war. Der Anstieg an den Mendip Hills war einer der schwierigsten, den die Eisenbahnlinien im ganzen Land zu bewältigen hatten, er verlieh der Strecke aber auch einen besonderen Charme und Charakter. Nach Süden fahrende Züge, die Radstock verließen, mussten sofort einen nahezu ununterbrochenen Anstieg von etwa 12 Kilometer Länge bewältigen, dessen Steigung bis zum Gipfel fast durchgehend bei 20 ‰ lag. Die Strecke nach Norden war keinesfalls einfacher, da die Steigung von der Abzweigstelle Evercreech an konstant bei 20 ‰ lag. Im Jahr 1948, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, wurden die Eisenbahnen in Großbritannien verstaatlicht, und die Strecke wurde der Kontrolle der Southern Region von British Railways (später British Rail) unterstellt. Das Fahrgastaufkommen erreichte Mitte der 1950er-Jahre einen Höhepunkt, da viele Passagierzüge aus Städten wie Birmingham und Wolverhampton die Strecke befuhren. Der „Pines Express“ aus Manchester verkehrte ebenfalls auf der gesamten Strecke zwischen Bath und Templecombe. Im Jahr 1958 wurde ein Teil der Strecke von der Western Region von British Railways übernommen. Dadurch verlor die Strecke zwischen Bath und Templecombe schnell an Bedeutung, da viele überregionale Verbindungen auf andere Strecken auswichen. Der letzte Pines Express verkehrte im Jahr 1962 auf der Strecke. Nach diesem Tag fuhr der Zug über Oxford und damit nicht mehr über die Strecke der Somerset and Dorset Joint Railway. In diesem Jahr wurde die Strecke schließlich nur noch für lokale Verbindungen genutzt, und ihre Schließung stand unmittelbar bevor. In den letzten Tagen fuhren Sonderzüge über alle Abschnitte des gesamten Schienennetzes. Eisenbahnfans aus dem ganzen Land fuhren ein letztes Mal auf der Strecke, um ihr so ihren Respekt zu erweisen. In Railworks wird die Strecke im Jahr 1955 simuliert, in dem das höchste Verkehrsaufkommen auf der Strecke herrschte. Ihnen stehen verschiedene Passagier- und Güterzüge in authentischen Farben zur Verfügung, die die Vielfalt des Betriebs auf der Strecke zur damaligen Zeit widerspiegeln.
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