Dieseltriebwagen Class 166 „Thames Turbo“ Die Thames Turbo-Flotte wurde Mitte der 90er-Jahre von Network South East als Teil einer zweiten Generation von Dieseltriebwagen eingeführt. Damit gehörten diese aus zwei oder drei Wagen bestehenden Züge zu den ersten neuen Zügen im privatisierten britischen Schienennetz. Diese Vorstadtzüge, die die alten Dieseltriebwagen auf der Great Western Mainline ersetzen sollten, verfügten über eine Klimaanlage, eine 1. Klasse, ein Bord-Restaurant und Toiletten und wurden sowohl von den Fahrgästen als auch vom Personal als deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen betrachtet. All diese Ausstattungsmerkmale gehören bei modernen Zügen zum Standard. Diese Züge aus geschweißtem Aluminium, die an beiden Enden über eine Führerkabine verfügen, sind Teil der „Networker“-Familie. Die „Networker“-Reihe, zu der auch die über eine dritte Schiene betriebenen Elektrotriebwagen 465/466 sowie der per Fahrleitung betriebene Elektrotriebwagen 365 gehören, sollten als Mehrzweckflotte den zukünftigen Anforderungen des Network South East gerecht werden. Aufgrund der bevorstehenden Privatisierung und des langwierigen Verfahrens beim Erwerb von Schienenfahrzeugen wurden jedoch keine weiteren Klassen mehr konstruiert. Diese Fahrzeuge, die zuvor von Thames Trains betrieben wurden, befinden sich jetzt im Besitz der ständig wachsenden Greater Western Franchise, die zur First Group gehört. Das Turbo-Netzwerk, dessen Depot sich in Reading, Berkshire, befindet, bedient ausgehend von London Paddington Strecken bis Worcester und Banbury im Norden, Gatwick und Basingstoke im Süden sowie Didcot und Hereford im Westen. Chiltern Trains betreibt ebenfalls eine Turbo-Flotte (die 165/0-Flotte), die zwischen London Marylebone und Banbury bzw. Birmingham verkehrt.
Technische Daten |