Hagen-Siegen Strecke

Die Strecke von Hagen nach Siegen wurde zwischen 1858 und 1861 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn gebaut, damit Kohle aus dem Ruhrgebiet schneller in die Stahlwerke im Großraum Siegen transportiert werden konnte. Sie verläuft größtenteils entlang der Lenne, bis sie dann südlich von Altenhundem über die Flussniederungen der Lenne führt. Die Hauptstrecke wird hauptsächlich von Güterzügen zum Transport von Holz, Kohle und Stahl befahren. Dies war auch der Hauptgrund für das Wachstum der Strecke. Im Jahr 1870 wurde sie zweigleisig ausgebaut, damit der zunehmende Verkehr besser bewältigt werden konnte. Zu Beginn war Altenhundem der einzige Passagierbahnhof im Lenne-Tal. Er verfügte über ein eigenes Instandsetzungsdepot. Bald folgten weitere Bahnhöfe in Finnentrop und Letmathe, die ebenfalls mit Instandsetzungsdepots für Schienenfahrzeuge ergänzt wurden.


Die Strecke zwischen Hagen und Siegen stellte lange Zeit eine Hauptverbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Frankfurt dar. Schnellzüge hielten in den Bahnhöfen von Hagen, Letmathe, Altena, Finnentrop, Altenhundem, Kreuztal, Siegen-Weidenau und Siegen. Leider wurden jedoch im Laufe der Zeit weitere wichtige Verbindungen in Deutschland gebaut, wodurch diese sich durch die Täler schlängelnde Strecke an Bedeutung verloren hat. Viele der kleineren Bahnhöfe und Depots wurden geschlossen und sind inzwischen verfallen. Diese Strecke wurde in Railworks mit einer Mischung aus Güter- und Personenverkehr in der Zeit zwischen 1996 und 2001 angesiedelt. Während dieser Zeit war der InterRegio der hochwertigste Zug, der auf dieser Strecke eingesetzt wurde.